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Tag des Baumes - Die Zitterpappel

 

Der internationale Tag des Baumes wird am 24. April gefeiert. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hat im April 1952 den Tag des Baumes eingeführt. Deshalb wollen wir Sie über den Baum des Jahren 2026, die Zitterpappel (Populus tremula) informieren. Seit 1989 kürt das Kuratorium der Dr. Silvius Wodarz Stiftung jedes Jahr eine Baumart zum Baum des Jahres. Dieses Jahr wurde die Zitterpappel gewählt.

Heimisch ist die Zitterpappel in fast ganz Europa, weiten Teilen Asiens und im nördlichen Afrika. Auf frischen bis mässig trockenen, nährstoffreichen Böden wächst sie gut. Sie kommt vom Tiefland bis in Höhen von 2'000 Metern vor. Die Zitterpappel kann sich über Wurzelausläufer vermehren, dadurch kann sie nach Störungen wie Sturm oder Feuer rasch neue Bestände bilden. Sie ist sehr Sonne liebend, weshalb man ihr häufig an Waldrändern, auf Kahlschlägen, in lichten Wäldern oder als Solitär begegnet.

Die Zitterpappel ist ein mittelgrosser (15 bis 25 Meter), rasch wachsender Baum. In der Jugend tragen sie eine glatte graugrüne Rinde, die im Alter dunkler wird und längsrissig aufbricht. Ihre Blätter sind rundlich bis herzförmig mit seitlich abgeflachtem Stiel. Auf eine kleine Brise reagieren die Blätter mit einem «zittern». Noch vor dem Blattaustrieb erscheinen die Blüten – männliche purpurfarbene und weibliche grünliche Kätzchen. Aus diesen entwickeln sich kleine Kapselfrüchte, deren watteartige Samen der Wind weit verbreitet.

Ihr helles, leichtes Holz ist gut zu bearbeiten - ideal für Zündhölzer, Sperrholz, leichte Möbel. Früher nutzte man die jungen Blätter als Zutat für Salate oder fermentierte sie als Vitamin-C-reichen Ersatz für Sauerkraut. Die Rinde enthält Salicylate, die traditionell gegen Fieber, Schmerzen und rheumatische Beschwerden verwendet wurden. Salicylsäure ist im heutigen Aspirin ein wichtiger Bestandteil.  

Als Pionierin begrünt sie karge Flächen, sie verbessert den Boden und fördert die Biodiversität. Für mehr als 90 Schmetterlingsarten ist sie eine Nahrungspflanze. Ihr schlanker Wuchs und die leuchtend gelbe Herbstfärbung machen sie zu einem beliebten Zier- und Alleebaum. In offenen Agrarlandschaften wird sie gerne gepflanzt, um Winderosion zu verringern.


 
 
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